Satzung KiTa Berkenthin

Nach Artikel 25, Abs. 3, Punkt 4, der Verfassung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland hat der Kirchengemeinderat der Ev. - Luth. Kirchengemeinde Berkenthin in der Sitzung am 3. Februar 2015 die nachstehende Kindertagesstättensatzung beschlossen.

Der Evangelische Kindergarten Berkenthin ist eine sozialpädagogische Einrichtung mit einem eigenen Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrag, der in kirchlicher Verantwortung selbständig wahrgenommen wird.

Der Kindergarten hat Teil am Auftrag der Kirche, das Evangelium von Jesus Christus in Wort und Tat zu bezeugen. Er ist Dienst der Nordelbischen Ev. - Luth. Kirche an Eltern und Kindern, unabhängig vom religiösen Bekenntnis und von der Nationalität der Familien.

Zur Erfüllung des familienunterstützenden Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrages ist die Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den Eltern erforderlich. Die Eltern wirken an wichtigen Entscheidungen des Kindergartens mit.

Inhaltsübersicht:

§ 1 Geltungsbereiche

§ 2 Anzuwendende Vorschriften

§ 3 Angebot des Kindergartens und Aufnahme

§ 4 Öffnungszeiten, Ferienregelung

§ 5 Abmeldung und Kündigung

§ 6 Regelung für den Besuch der Einrichtung

§ 7 Versicherungen

§ 8 Mitwirkung der Erziehungsberechtigten

§ 9 Beiträge bzw. Gebühren

§ 10 Inkrafttreten

 

§ 1 Geltungsbereiche

Die Satzung gilt für den Evangelischen Kindergarten Berkenthin der Ev. - Luth. Kirchengemeinde Berkenthin.

§ 2 Anzuwendende Vorschriften

Die Arbeit der Kindertagesstätte geschieht nach Maßgabe dieser Kindertagesstättensatzung auf der Grundlage der nachstehenden Rechtsvorschriften:

- Gesetz zur Neuordnung des Kinder- und Jugendhilferechts (Kinder- und Jugendhilfegesetz - KJHG) vom 26. Juni 1990 (BGBl. S.1163),

- Gesetz zur Fördernung von Kinder in Tageseinrichtungen und Tagespflegestellen (Kindertagesstättengesetz - KiTaG (GVOBl. Schl.-H. vom 19.12.1991, S. 651)),

- Richtlinien für Jugendwohlfahrtseinrichtungen (NBl.KM Sch.-H. Nr. 24/1973, S. 313),

- Mindestverordnung für die Einrichtung und den Betrieb von Kindertageseinrichtungen (Landesverordnung für Kindertageseinrichtungen - KiTaVO vom 13. November 1992),

- die für die Kindertagesstättenarbeit in der Ev. - Luth. Kirche in Norddeutschland maßgebenden Vorschriften (Verfassung, Kirchengesetze, Tarifverträge), in der jeweils gültigen Fassung.

§ 3 Angebot des Kindergartens und Aufnahme

Die Anmeldung findet bei der Leiterin für den Kindergarten statt. Die Kindertageseinrichtung nimmt in der Regel Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt auf.

Die Aufnahme in die Krippe oder in Familiengruppen ist vom vollendeten ersten Lebensjahr möglich.

Bei Einrichtung von Hortgruppen werden auch schulpflichtige Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres betreut.

In der Kindertageseinrichtung werden vorrangig Kinder aus den Verbandsgemeinden (Behlendorf, Berkenthin, Bliestorf, Düchelsdorf, Göldenitz, Kastorf, Krummesse, Niendorf bei Berkenthin, Sierksrade) oder der Kirchengemeinde aufgenommen.

Reicht das Angebot der freien Plätze nicht aus, wird der Kindergartenbeirat die Plätze in der Reihenfolge des Geburtsdatums der angemeldeten Kinder verteilen und, wenn möglich, die Aufnahme in einen anderen Kindergarten vorschlagen.

Anmeldeschluss für das jeweils neue Kindergartenjahr ist der 31. Januar des laufenden Jahres. Werden Kinder nach der Anmeldefrist angemeldet und sind bis zum 30. Juni des Jahres fünf oder sechs Jahre alt, so werden sie auf der Warteliste nach oben gesetzt. Jüngere Kinder werden unten auf die Warteliste gesetzt.

Vorrangig werden Geschwisterkinder und Kinder alleinerziehender Elternteile aufgenommen. Über Ausnahmen aus pädagogischen, medizinischen oder sozialen Gründen entscheidet der Kirchengemeinderat nach Anhörung des Kindergartenbeirates.

Die Aufnahme des Kindes erfolgt auf Antrag der Erziehungsberechtigten in der Regel zu Beginn des Betreuungsjahres.

Das Betreuungsjahr beginnt jeweils am 1. August und endet am 31. Juli des folgenden Jahres. Aufgrund der Verschiebung der Sommerferien kann die Aufnahme der Kinder in den Jahren 2014-2016 auch erst Mitte oder Ende August beginnen. Kinder, die später als zu Beginn des Kindergartenjahres in die Gemeinde ziehen, können aufgenommen werden, sofern Plätze frei sind.

Bei Eintritt in den Kindergarten muß eine ärztliche Bescheinigung für die Aufnahme in Kindergärten nach § 2, Absatz 2 der Landesverordnung für Kindertagesstätten vorgelegt werden, daß kein Anhalt für solche übertragbaren Krankheiten vorliegt, die einer Aufnahme entgegenstehen. Diese Bescheinigung soll nicht älter als 3 Wochen sein. Mit der Aufnahme eines Kindes in den Kindergarten erkennen die Eltern die Satzung durch Unterschrift an.

§ 4 Öffnungszeiten, Ferienregelung

Der Kindergarten schließt in den Sommerferien drei Wochen.

Am Tag nach Himmelfahrt und an den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr ist die Einrichtungen ebenfalls geschlossen.

In den Sommerferien wird für eine Woche eine Notgruppe vorgehalten.

Schließungszeiten werden nach Anhörung der Elternvertretung und des Beirates vom Träger festgelegt und bis zum 15. Februar des Jahres bekanntgegeben.

Bei Fortbildungslehrgängen kann der Kindergarten einmal im Jahr geschlossen werden.

Der Kindergarten ist von Montag bis Freitag mit Ausnahme der gesetzlichen Feiertage und der in dieser Satzung vorgesehenen Schließungszeiten geöffnet. Der Kindergarten ist von 6.30 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.

§ 5 Abmeldung und Kündigung

Eine Abmeldung des Kindes ist in der Regel nur zum Ende des Betreuungsjahres (31. Juli) möglich. Die Abmeldung des Kindes muß in diesem Fall bis zum 31. Mai schriftlich bei der Leitung der Einrichtung vorgelegt werden. Aus Gründen der Kostendeckung ist eine Abmeldung zum Ablauf der Monate Mai und Juni grundsätzlich nicht möglich.

Hat das Kind die Einrichtung länger als zwei Wochen nicht besucht ohne daß eine Mitteilung der Erziehungsberichtigten erfolgte, ist der Träger der Einrichtung berechtigt, über die Plätze frei zu verfügen. Die Erziehungsberechtigten werden vorab informiert.

Der Träger kann das Betreuungsverhältnis aus wichtigen Gründen vorzeitig beenden, insbesondere, wenn das Kind in der erforderlichen Weise nicht gefördert werden kann oder die Förderung der übrigen Kinder der Gruppe erheblich beeinträchtigt wird.

Wenn die Gebühren über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten unbegründet nicht gezahlt, kann die Betreuung des Kindes eingestellt werden.

§ 6 Regelung für den Besuch der Einrichtung

Der regelmäßige Besuch der Einrichtung ist Voraussetzung für eine kontinuierliche Förderung des Kindes. Bei Krankheit oder anderen Gründen ist dies der Gruppenleitung mitzuteilen.

Für die Dauer des Besuchs der Einrichtung wird die Aufsichtspflicht auf den Einrichtungsträger übertragen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen das Kind in den Räumen der Einrichtung und übergeben es am Ende der Öffnungszeit wieder in die Aufsichtsplicht der Erziehungsberechtigten.

Für den Weg zur Einrichtung sowie für den Nachhauseweg sind allein die Erziehungsberechtigten aufsichtspflichtig. Ein nichtschulpflichtiges Kind kann nur dann ohne Begleitung nach Hause entlassen werden, wenn vorab eine schriftliche Erklärung der Erziehungsberechtigten hinterlegt wurde. Mit der Einrichtung ist schriftlich zu vereinbaren, von welcher Person das Kind abgeholt wird und ob bestimmte Personen als Begleitperson ausgeschlossen sind.

Zur Teilnahme an Ausflügen und Reisen ist die schriftliche Einwilligung der Erziehungsberechtigten erforderlich.

Nach überstandener Krankheit kann eine ärztliche Bescheinigung angefordert werden, um die Kindergartenfähigkeit festzustellen.

§ 7 Versicherungen

Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Beginn der Schulpflicht, bei Hortbesuch ggf. bis 14 Jahren, sind durch die Ausführungsbehörde für Unfallversicherung des Landes Schleswig-Holstein unfallversichert.

Verlust, Verwechslung und Beschädigung der Kleidung und anderer mitgebrachter Gegenstände des Kindes sind nicht versichert. Eine Haftung wird nicht übernommen.

§ 8 Mitwirkung der Erziehungsberechtigten

Die Mitwirkung der Erziehungsberechtigten erfolgt gem. den § 17 u. 18 KiTaG durch die Elternvertretung des Kindergartens und die Mitwirkung von Mitgliedern der Elternvertretung im Beirat der Einrichtung.

§ 9 Beiträge bzw. Gebühren

Nach § 25 (1) KiTaG sind die Erziehungsberechtigten verpflichtet, sich an den Kosten zu beteiligen, die für das Kind in der Einrichtung entstehen. Die Gebührensatzung erlässt der Kirchengemeinderat.

§ 10 Inkrafttreten

Diese Kindertagesstättensatzung wird auf der Internetseite der Kirchengemeinde Berkenthin unter: www.Kirche-Berkenthin.de und mit einem entsprechendem Hinweis in der Zeitung „Lübecker Nachrichten“ mit Angabe der vorstehenden Internetadresse amtlich bekanntgemacht und tritt am Tage nach der amtlichen Bekanntmachung in Kraft.

Gleichzeitig tritt die bisherige Kindertagesstättensatzung vom 19.11.2012 außer Kraft. Die vorstehende Kindertagesstättensatzung wird hiermit ausgefertigt. Sie wurde durch den Bescheid des Kirchenkreisrates des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg vom 11.2.2015 kirchenaufsichtlich genehmigt.

Ev.-Luth. Kirchengemeinde Berkenthin Berkenthin, den 3.2.2015